Bei einer 1:6-Figur sagt der Maßstab fast alles, was Sie wissen müssen. Bei einer Statue sagt er fast nichts. Ein Spider-Man 1:4, der an einer Laterne hängt, und ein brüllender Hulk 1:4 sind beide Viertelmaßstab — und trotzdem nicht dasselbe Objekt. Die Zahl beschreibt die Figur. Über das Stück sagt sie nichts.
Der Maßstab beschreibt die Figur. Der Sockel entscheidet über die Vitrine.
Die Studios messen sich längst nicht mehr an der Figur. Sie messen sich am Sockel.
Felsvorsprünge. Wassereffekte. Ein abgestorbener Baum. Trümmer, die über den Rand hinausquellen. Ein besiegter Gegner, auf dem der Held steht. Der Sockel ist die Stelle, an der ein Bildhauer ehrgeizig werden darf — und im vergangenen Jahrzehnt sind die Sockel deutlich schneller gewachsen als die Figuren darauf.
Zwei Stücke im gleichen nominellen Maßstab, eines auf einem einfachen Podest, eines auf einem vollen Dioramensockel, brauchen verschiedene Vitrinen. Der Maßstab auf der Verpackung ist deshalb der falsche Ausgangspunkt.
Fangen Sie bei dem Stück an, das vor Ihnen steht, und messen Sie es als Objekt, nicht als Statue.
Drei Maße, in dieser Reihenfolge
1. Der Sockel an seinen breitesten Stellen. Nicht der Sockel, wie ihn die Produktseite beschreibt. Die tatsächlich breitesten Stellen, einschließlich des Felsvorsprungs, der über eine Ecke hinausragt, und des Schwanzes, der hinten übersteht.
2. Die größte Spannweite des Stücks. Ein ausgestreckter Arm, ein voll ausgebreiteter Umhang, ein quer vor dem Körper gehaltener Speer. Das ist sehr oft breiter als der Sockel, und sehr oft ist es das Maß, das über die Vitrine entscheidet.
3. Der höchste Punkt. Nicht der Kopf. Eine erhobene Waffe, eine Flügelspitze, eine aufragende Haarsträhne.
Praktisch geht das so: Stellen Sie links und rechts des Stücks je ein Lineal auf und messen Sie dazwischen. Sie wollen das Hüllmaß, nicht die Statue. Rechnen Sie dann Luft dazu, denn die Maße oben sind der Punkt, an dem das Stück das Acrylglas berührt.
Drei Maße: größte Breite, größte Tiefe, höchster Punkt. Das Hüllmaß, nicht die Statue. Jede Entscheidung weiter unten folgt aus diesen drei.
Drehen Sie es. Eine quadratische Vitrine ist in der Diagonale größer.
MAX-Vitrinen sind innen quadratisch, und ein Quadrat ist von Ecke zu Ecke deutlich größer als von Wand zu Wand. Im MAX-Innenraum ist die Diagonale rund 40 % länger als die gerade Spanne.
Nutzbar ist nicht alles davon. Aber ein Stück, dem zwei oder drei Zentimeter fehlen, um gerade hineinzupassen, passt gedreht meist doch — und genau das übersehen Sammler am häufigsten, wenn sie einmal messen und daraus schließen, sie bräuchten die nächstgrößere Vitrine.
Es gibt einen zweiten Grund, es zu drehen, und der hat nichts mit Platz zu tun.
Die meisten dynamischen Statuensockel sind auf einer Diagonale komponiert. Der Ausfallschritt, der Schwung, der Sturz: Der Bildhauer hat das Stück entlang einer Linie aufgebaut, und diese Linie verläuft selten parallel zur Vorderkante des Sockels. Wenn Sie das Stück in der Vitrine drehen, richtet sich die Präsentation an der Linie des Bildhauers aus, statt gegen sie zu arbeiten. Das Frontdisplay ist dann kein flaches Fenster auf eine flache Pose mehr, sondern eine Eckansicht mit Tiefe hinter der vorderen Schulter.
Wenn Sie in eine echte Raumecke hinein bauen, leisten die 45°-Ecken dasselbe, nur baulich.
Das Gewicht ist die Zahl, die niemand prüft
Resin und Polystone sind dicht. Ein großes 1:4-Stück übersteigt ohne Weiteres, was ein normaler Einlegeboden tragen soll, und 1:3-Stücke sind noch einmal eine andere Kategorie.
| Vitrine | Belastbar bis |
|---|---|
| Sixth, alle Modelle | 15 kg |
| DF, Standard | 15 kg |
| DF mit Verstärkung | 30 kg |
| MAX70, MAX70 Plus, MAX150, MAX150 Plus | 40 kg |
| MAX140, MAX140 Plus | 70 kg |
Auf diesem Niveau geht es bei einem Belastungswert nicht wirklich darum, dass etwas zusammenbricht. Es geht darum, dass der Vitrinenboden absolut waagerecht bleibt.
Ein Vitrinenboden, der unter einem schweren Stück einen einzigen Millimeter nachgibt, verrät sich als haarfeiner Lichtspalt dort, wo das Display auf den Rahmen trifft, und das Stück steht eine Winzigkeit aus dem Lot. Sie werden es lange bemerken, bevor Sie es messen könnten — und danach sehen Sie es immer.
Wenn Sie also eine 1:4-Statue in eine DF stellen: wiegen Sie das Stück vorher. Liegt es irgendwo in der Nähe der Grenze, nehmen Sie die Verstärkung — eine für eine DF60 oder DF130, zwei für eine DF120. Über 30 kg ist es ein Fall für MAX, und daran ändert auch die stärkste Verstärkung nichts.
Eine Warnung zu Herstellerangaben: Die genannten Gewichte enthalten oft die Verpackung, und die ist bei einem großen Resin-Stück kein kleiner Anteil. Wiegen Sie das Stück selbst, wenn Sie können.
Planen Sie das Einheben, nicht nur das Hineinpassen
Das ist der Teil, den fast niemand einplant.
Eine schwere Statue kommt von vorn in die Vitrine: mit beiden Händen gehalten, über den Rahmen gehoben, abgesetzt. Dafür braucht es Platz für die Hände über dem Stück und daneben. Eine Vitrine, die exakt auf die Statue zugeschnitten ist, lässt sich nicht bestücken, ohne dass Ihre Knöchel an der Lackierung entlangschrammen.
Daraus folgen drei Dinge:
- Das schwerste Stück auf die unterste Ebene eines Stapels. Wer 30 kg auf Brusthöhe einhebt, schlägt Lack ab und ruiniert sich den Rücken.
- Bei 1:3 rechnen Sie mit zwei Personen — und überlegen Sie den Weg in die Vitrine, bevor die Vitrine steht.
- Gehen Sie davon aus, dass es wieder herauskommt. Man zieht um. Man tauscht Teile. Man dichtet nach.
Über Standerhöhungen lohnt es sich hier nachzudenken. Sie heben die Vitrine auf eine bessere Blickhöhe — deshalb kaufen die meisten sie — und sie holen den unteren Rand der Präsentation vom Boden, sodass Sie nicht auf den Knien unter etwas Schwerem arbeiten.
Luft nach oben ist kein verschwendeter Platz
Eine Statue mit einem Zentimeter Luft über dem Kopf wirkt eingezwängt.
Das ist eine Frage der Präsentation, nicht des Maßes. Füllt das Stück die Vitrine fast aus, sieht das Auge die Vitrine. Ist Luft ringsum, sieht das Auge das Stück. Eine zu knappe Vitrine lässt eine teure Statue aussehen, als hätte man sie in das gequetscht, was gerade da war.
Genau dafür gibt es die Plus-Varianten: dieselbe Stellfläche, mehr Höhe über dem Stück.
Beleuchten Sie von unten, nicht nur von oben
Auf das Gesicht kommt bei einer Statue alles an, und es ist am schwersten zu beleuchten.
Eine einzige Lichtquelle direkt von oben taucht die Brauen in Schatten und höhlt die Augen aus. Deshalb wird Skulptur in einer Galerie fast nie von einem einzigen Licht von oben beleuchtet. Eine Statue ist dreidimensional, wie es eine Reihe frontal aufgestellter Figuren nie ist, und Licht nur von oben flacht genau die Tiefe ab, für die Sie bezahlt haben.
Spotlights werden an der Deckplatte oder am Boden montiert. Bei einer Statue funktioniert die Kombination aus einer Lichtleiste oben für den Innenraum als Ganzes und einem tief und vorn platzierten Spot für das Gesicht und die Vorderseite der Skulptur.
In Schwarz nimmt der Samtboden das Licht auf, das sonst vom Sockel zurückstrahlen und die Unterseite auswaschen würde.
Zur Farbe: Reinweiß 6500K lässt Rüstungen und Metalle eher wie Metall wirken, Warmweiß 2700K schmeichelt Hauttönen, Holz und erdigeren Sockeln. Beides ist Vorliebe, keine Regel. Jede ist eine eigene Diode, fest und ihrer Temperatur treu, bei der Bestellung gewählt — statt einer farbwechselnden LED, die Weiß annähert und nie ganz trifft.
Was eine Vitrine löst — und was nicht
Staub. Statuen sind der schwierigste Fall, weil die Oberfläche strukturiert ist. Fels, Fell, Stofffalten, matte Haut. Staub setzt sich in Vertiefungen, die kein Pinsel erreicht, und Druckluft treibt ihn tiefer hinein statt heraus. Wird die Präsentation dicht, ist Abstauben keine monatliche Pflicht mehr, sondern etwas, an das Sie nicht mehr denken. Unsere Displays dichten, weil der Rahmen sie hält: Eine Lippe am unteren Rand trägt das Display, Lippen an Ober- und Seitenkante führen es bündig ein. Geklebtes Magnetband, wie es günstigere Vitrinen machen, löst sich mit der Zeit und lässt den Staub direkt wieder herein.
Stöße. Acrylglas splittert nicht. Bei einem vierstelligen Stück, das in einem Raum steht, in dem Menschen vorbeigehen, ist das mehr wert, als es klingt.
Tageslicht: nein. Wir behaupten keinen UV-Schutz — und werden es auch nicht tun. Acrylglas ist kein Sonnenfilter, und weiße Farbe vergilbt über Jahre im Tageslicht. Wählen Sie eine Wand, auf die keine direkte Sonne fällt. Wenn die einzige Wand, die Sie haben, einem Fenster gegenübersteht, kümmern Sie sich um das Fenster, nicht um die Vitrine.
Eine Vitrine löst das Staubproblem und schützt vor Berührung. Gegen die Sonne hilft sie nicht.
Wann zwei Vitrinen besser sind als eine große
Vitrinen derselben Serie stehen nebeneinander, und das Display zwischen ihnen ist optional.
Display eingesetzt: zwei getrennte Vitrinen. Display entfernt: der Innenraum läuft durchgehend über die ganze Reihe. Bei Statuen heißt das: ein Duell zwischen zwei Stücken, oder ein breites Diorama, ohne Rahmenlinie mitten durch die Szene.
Das funktioniert waagerecht. Gestapelte Vitrinen sind zwischen den Ebenen immer geschlossen: Wenn Sie Höhe brauchen, ist die Antwort eine höhere einzelne Vitrine, kein Stapel.
Wählen Sie die Serie für das größte Stück, das Sie besitzen werden
DF verbindet sich mit DF. Max verbindet sich mit Max. Untereinander verbinden sie sich nicht.
Damit bindet die Serie länger als die einzelne Vitrine — und Statuensammlungen wachsen eher im Maßstab als in der Menge. Ein Traumstück kommt, und es ist größer als alles davor.
Wählen Sie also für das größte Stück, das Sie in ein paar Jahren zu besitzen erwarten, nicht für das, das heute auf dem Schreibtisch steht. Eine zweite Reihe in einer anderen Serie zu beginnen, weil die erste das neue Stück nicht aufnehmen kann, ist die teure Variante dieses Fehlers.
Wo Stücke meistens landen
| Stück | Übliche Antwort |
|---|---|
| Sideshow Premium Format, 1:4 | DF120, oder MAX140 mit Luft |
| 1:4 auf breitem Dioramensockel | MAX70 oder MAX70 Plus, diagonal gedreht |
| Prime 1 Studio, größere 1:4 (Guts, Jurassic Park) | MAX140 Plus oder MAX150 Plus |
| Maßstab 1:3 | MAX150 Plus für Höhe, MAX140 Plus für Breite |
| Hohes Einzelstück, Waffe erhoben | MAX150 oder MAX150 Plus |
| Zwei Stücke als eine Szene | Zwei MAX-Vitrinen nebeneinander, gemeinsames Display entfernt |
Innenmaße, weil dies ein Größenratgeber ist:
| Vitrine | Innenmaß L × T × H | Diagonale | Belastbar bis |
|---|---|---|---|
| MAX70 | 660 × 660 × 680 mm | 933 mm | 40 kg |
| MAX70 Plus | 660 × 660 × 760 mm | 933 mm | 40 kg |
| MAX140 | 1.360 × 660 × 680 mm | — | 70 kg |
| MAX140 Plus | 1.360 × 660 × 760 mm | — | 70 kg |
| MAX150 | 660 × 660 × 1.430 mm | 933 mm | 40 kg |
| MAX150 Plus | 660 × 660 × 1.590 mm | 933 mm | 40 kg |
| DF120 | 1.160 × 590 × 610 mm | — | 15 kg, mit Verstärkung 30 kg |
Messen Sie Ihr Stück als Hüllmaß, prüfen Sie sein Gewicht, dann sehen Sie in diese Tabelle. In dieser Reihenfolge.
Wenn das Stück nah an einer Grenze liegt und Sie nicht raten wollen: schicken Sie uns die drei Maße. Wir sind selbst Sammler, und wir überzeugen Sie lieber von der richtigen Vitrine, als Ihnen die größere zu verkaufen. Kostenlose Beratung